Dümmste App der Welt hat noch 6000 Nutzer*innen

Yo.

Yo.

Yo lebt.

Sechs Jahre nach Start gibt es die App, mit der man nur “Yo” verschicken kann, immer noch. Rund drei Millionen Mal ist Jo installiert worden. Das Wall Steet Journal wusste 2014 zu berichten, Yo sei die “dümmste App der Welt” sei. Sogar einer der beiden Entwickler, Moshe Hogeg, fand seine App blöd.

Aber Yo, das goofy sideproject, traf einen Nerv und trat einen einen Trend los, “Nano Social”, Mikro-Messenging mit kontextabhängiger Bedeutung.

Die Entwickler nahmen ein Millionen-Investment an, erweiterten “Yo” um eine Foto- und eine Gruppen-Funktion.

Aber, Hyper-Hyper, zwei Jahre nach Start war die Luft raus, die Firma verabschiedete sich. Die Gründer ließen “Yo” aber weiterlaufen, seit 2016 auf Autopilot.

Mittlerweile schießen 51 Fans über Patreon Geld für den Betrieb zu.

Rund 6000 aktive Nutzer*innen hat die App aktuell noch, sagt die App-Analysefirma Apptopia. (Zum Teil haben Entwickler ihre Apps direkt an Apptopia angeschlossen, außerdem werden Daten geschätzt.) Moshe Hogeg sagte vor sechs Jahren:

"Gimmicks don't survive. Only products that create value do."

Yo.

THEFUTURE ist ein Newsletter von Ole Reißmann. Es geht um das Internet, Medien und die Zukunft. Heute mal um die Vergangenheit.

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